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Sanierung abgeschlossen:
Der «Hirschen» ist bereit für die Zukunft

Nach rund zweijähriger Sanierung präsentiert sich das historische Gasthaus Hirschen in Buttisholz wieder in voller Pracht. Die aufwendigen Arbeiten an Dach, Fassade und Innenbereichen geben dem geschichtsträchtigen Gebäude ein neues Gesicht.

Im Sommer 2021 wurde die Gemeinde Buttisholz von einem verheerenden Hagelgewitter heimgesucht. Auch das Gasthaus Hirschen blieb davon nicht verschont. Insbesondere das Dach, die Fassade und das Treppenhaus wurden schwer beschädigt, die Wohnung im Dachgeschoss war nicht mehr bewohnbar.
Die dringend notwendige Sanierung erfolgte in zwei Phasen: Zuerst wurden das Dachgeschoss und das Treppenhaus instand gesetzt. Im Zuge dessen entstanden zwei neue Wohnungen und ein Gästezimmer. Zudem wurden ursprüngliche Tafelparkette nachgebaut und ergänzt, filigrane Stuckaturen aufwendig instand gesetzt und alte, charaktervolle Tapeten sorgfältig konserviert. In der zweiten Phase folgten die Erneuerung des Dachs und die umfassende Fassadenrestaurierung. Möglich war dies dank der Kapitalerhöhung um 300'000 Franken durch die GAB Genossenschaft sowie Beiträgen der kantonalen Denkmalpflege und des Ortsbild-Fonds der Gemeinde Buttisholz.

«Mehr als nur eine Beiz»
Für Architekt Norbert Aregger bestand die Herausforderung darin, das historische Erbe mit den heutigen Anforderungen in Einklang zu bringen. «Unser Ziel war es, den Charakter des Gasthauses bewahren, aber gleichzeitig moderne, nachhaltige Lösungen einbauen – sei es im Innenausbau oder bei der Gebäudehülle.» Dass dieses Ziel erreicht wurde, bestätigt Marcus Casutt, Gebietsdenkmalpfleger des Kantons Luzern. Der Fachmann betont die Bedeutung des Hauses als ortsprägende Landmark. «Das Gasthaus Hirschen ist mehr als nur eine Beiz. Mitten im Dorf gelegen, bildete das Haus schon nach seinem Bau 1863 den Dreh- und Angelpunkt des Ortes.» Das sei bis heute so geblieben. «Hierbei spielt natürlich auch das äussere Erscheinungsbild eine Rolle», so Casutt. Spätestens seit dem Hagelunwetter von 2021 seien Baumassnahmen dringlich geworden.
Heute ist klar: Der Aufwand hat sich gelohnt. «An vielen Bauteilen wurden, unter Berücksichtigung der Farben und Materialien des überlieferten Bestands, handwerklich sorgfältige Reparaturen vorgenommen», sagt Marcus Casutt. «Dank der gelungenen Umsetzung tritt der Hirschen heute wieder mit einem – seiner Bedeutung angemessenen – Gesicht in Erscheinung.»

Fortsetzung folgt: Weitere Aufwertungen geplant
Mit der abgeschlossenen Sanierung endet die Arbeit am «Hirschen» jedoch nicht. In einem nächsten Schritt soll der Eingangsbereich aufgewertet werden, um die Sichtbarkeit und Attraktivität des Hauses weiter zu steigern. Die konkreten Massnahmen werden zu gegebener Zeit kommuniziert. Gleichzeitig wurden die Grundlagen geschaffen, damit das Gasthaus künftig an den Wärmeverbund Buttisholz angeschlossen werden kann. «Wir wollen das Haus stetig weiterentwickeln, mit dem Ziel, dass der Hirschen der Bevölkerung von Buttisholz nicht nur heute, sondern auch in Zukunft viel Freude bereitet», sagt Andreas Bucher, Verwaltungsratspräsident der Gasthaus Hirschen AG.
Der Abschluss der Sanierung markiert einen Meilenstein in der Geschichte des «Hirschen». Er wurde nur möglich dank dem Engagement vieler Beteiligter – ihnen allen gilt der herzliche Dank der Gasthaus Hirschen AG.